In Südafrika hat der Wahlkampf begonnen. Voraussichtlich am 8. Mai 2019 wird das Parlament neu gewählt. Damit einher geht eine innenpolitische Anspannung. Aber auch höhere Ausgaben zur Unterstützung der Bevölkerung sind zu erwarten. Präsident Ramophosa setzt zudem auf ausländische Investitionen und die Sanierung der Staatsunternehmen. Erste Wachstumsimpulse waren im dritten Quartal 2018 zu spüren.

Deutsche Exporte nach Südafrika

(Veränderung gegenüber Vorjahr in %)

Quelle: Statistisches Bundesamt

Handel belebt sich

Der deutsche Export nach Südafrika war bis Oktober 2018 zumeist rückläufig. Erst im Dezember konnte er kräftig zulegen. Der Anstieg um 14,8% sorgte für ein noch relativ moderates Minus von 4,8% im Gesamtjahr. Die positive Tendenz dürfte 2019 für wieder steigende Exportzahlen sorgen. Der Januar bestätigte den Trend: Die deutschen Exporte nach Südafrika legten um 23,9% zu.

Auf der Importseite war die Dynamik noch deutlich stärker und sorgte für ein Wachstum von 24,7% im Dezember sowie von 10,0% im Gesamtjahr. Im Januar 2019 schloss sich eine Zunahme von 54,3% an.

Wirtschaft kommt in Fahrt

Die Wirtschaftsleistung Südafrikas erhöhte sich 2018 um 0,8% gegenüber dem Vorjahr. Im vierten Quartal lag die reale Wachstumsrate bei 1,4%. Leicht überdurchschnittlich entwickelten sich die verarbeitende und die Versorgungsindustrie. Deutlich kräftiger wuchsen die Finanz- und Geschäftsdienstleistungen. Einen besonders hohen Anstieg erreichte die Fahrzeugproduktion, die von September bis November um 6,4% gegenüber dem Vergleichszeitraum Juni bis August zulegen konnte.

Starker Anstieg ausländischer Investitionen

Einen bedeutenden Schub erhält die Fahrzeugproduktion in Südafrika von den Investitionen ausländischer Hersteller. Auch einige deutsche Hersteller sind vor Ort aktiv und exportieren die hergestellten Fahrzeuge zumeist. Weitere Projekte wurden unter anderem im Infrastrukturbereich umgesetzt. Die Investoren stammen aus China, dem arabischen Raum und Europa. Insgesamt erhielt Südafrika laut UNCTAD 2018 ausländische Direktinvestitionen in Höhe von 7,1 Mrd USD. 2017 waren es lediglich 1,3 Mrd USD. Doch die anhaltende Korruption und die geplante Landreform belasten das Investitionsklima.