Zu Jahresbeginn 2018 brachen in Tunesien gewaltsame Proteste aus. Sie richteten sich gegen die Sparmaßnahmen der Regierung, die am 1. Januar in Kraft getreten waren und die Erhöhung der Benzinpreise sowie der Steuersätze auf verschiedene Waren und Dienstleistungen zur Folge hatten. Die Protestaktionen begannen in Tunis und weiteten sich auf über 20 Städte aus. Die Regierung verhaftete über 500 Beteiligte, reagierte aber auch mit einer Erhöhung der Sozialleistungen für die ärmsten Bevölkerungsgruppen.