Die 24. Internationale Technologiemesse für Blechbearbeitung findet vom 25.–29. Oktober 2016 in Hannover statt. Im Fokus der Veranstaltung steht die innovative Produktion im Zeitalter fortschreitender Digitalisierung. Die EuroBLECH 2016 umfasst die gesamte Prozesskette der Blechbearbeitung. Mehr als die Hälfte der Ausstellerunternehmen und mehr als ein Drittel der Besucher kommen aus dem Ausland.

Interview mit Susanne Neuner, PR & Marketing Director, Mack Brooks Exhibitions

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Effizientere Blechbearbeitung

Zur Steigerung der Kosteneffizienz, Flexibilität und Prozessstabilität werden auf der EuroBLECH 2016 zahlreiche neue Lösungen entlang der gesamten Technologiekette der Blechbearbeitung angeboten. Insgesamt 1.550 Ausstellerunternehmen aus 40 verschiedenen Ländern haben derzeit ihren Stand auf der weltweiten Leitmesse für die blechbearbeitende Industrie gebucht. Mit mehr als 89.000 qm Nettoausstellungsfläche belegt die Messe acht Hallen auf dem Messegelände in Hannover und kann gegenüber der Vorveranstaltung ein Flächenwachstum von gut 3% verbuchen.

Zu den Themenbereichen der EuroBLECH 2016 zählen alle Produktionsschritte der Blechbearbeitung: Halbzeuge, Zulieferteile, Handling, Trennen, additive Fertigung, Umformen, flexible Blechbearbeitung, Fügen, Schweißen, Rohr-/Profilbearbeitung, Verarbeitung hybrider Strukturen, Oberflächenbearbeitung, Werkzeuge, Steuerungs- und Regeltechnik, CAD-/CAM-/CIM-Systeme, Qualitätssicherung, Betriebseinrichtung und Forschung & Entwicklung. Die Messe wendet sich an alle, die Blech herstellen, verarbeiten oder damit handeln. Wichtige Branchen, die auf der Besucherseite vertreten sind, sind neben vielen anderen der Maschinenbau, die Automobilindustrie und ihre Zulieferer, Elektrotechnik- und Elektrogeräte, Stahl- und Leichtmetallbau sowie die Eisen- und Stahlgrundindus-trien.

Im Interview erklärt Susanne Neuner, PR & Marketing Director beim Veranstalter der EuroBLECH, Mack Brooks Exhibitions, Bedeutung und Entwicklung der Messe:

  • Welchen Status hat die EuroBLECH in der Branche?

Für Branchenspezialisten ist die Euro-BLECH als internationale Leitmesse für die blechbearbeitende Industrie ein wichtiger Impulsgeber für technologische Neuerungen sowie ein Konjunkturbarometer der weltweiten Märkte. Durch die erneut sehr hohe Internationalität ermöglicht die EuroBLECH 2016 den Unternehmen, ihre Position im globalen Wettbewerb einzuordnen, sich eventuell neu auszurichten und ihre Produkte entsprechend den unterschiedlichen Bedarfen in verschiedenen Märkten herzustellen.

  • Welche Veränderung gibt es im Vergleich zur letzten Veranstaltung bei der Ausstellerpräsenz und den Themen?

Viele Unternehmen präsentieren sich dieses Jahr auf vergrößerten Standflächen, und wir verzeichnen einen erhöhten Anteil von 20% an Neuausstellern. Dass die Aussteller noch mehr Produkte auf erweiterten Messeständen vorführen und auch viele neue Unternehmen auf der Messe vertreten sind, zeigt, dass die Blechbearbeitung eine Branche ist, die sich dynamisch weiterentwickelt. Ein übergreifend wichtiger Wandel, der sich seit der letzten Veranstaltung nun konkretisiert hat, ist sicherlich die Verknüpfung von Produktionsprozessen mit dem Internet. Hier können sich Besucher auf erste anwendbare Lösungen freuen und anhand von Livepräsentationen einen Blick in die Zukunft werfen.

  • Wie schätzen Sie die allgemeine Konjunktur in der Branche ein?

Insgesamt herrscht in der Branche eine positive Stimmung. Neue Technologien rund um das Thema smarte Fertigungsprozesse sind die Treiber dafür, dass Unternehmen ihre Fertigungssysteme auf- und umrüsten und sich damit einen Wettbewerbsvorsprung sichern. Das Thema ist zwar momentan noch in erster Linie für Firmen aus den technologisch hochentwickelten Ländern relevant beziehungsweise für Unternehmen, die Highendprodukte fertigen, aber auch Branchenvertreter aus Schwellenmärkten sind am Trend zur steigenden Digitalisierung in der Fertigung durchaus interessiert, denn auch sie suchen Ansatzpunkte, um von den neuen Technologien zu profitieren. Es herrscht also derzeit eine Art technologisch motivierter Aufbruchsstimmung in der Branche.

  • Wie stellt sich die Internationalisierung der Messe dar, wie entwickeln sich die einzelnen Märkte?

Bei den Ausstellern setzt sich der Trend zur weiteren Internationalisierung fort; der Auslandsanteil der Ausstellerfirmen ist über die Jahre kontinuierlich gewachsen. Ein Grund: Ausstellerfirmen aus Ländern, in denen die Binnenkonjunktur eher schwach ist, wie beispielsweise Italien, nutzen die Messe als Plattform für neue internationale Geschäftskontakte. Firmen aus aufstrebenden Märkten wie China oder auch Unternehmen aus den USA stellen aus, um sich im wichtigen europäischen Markt zu positionieren.

Der Anteil an internationalen Besuchern ist ebenfalls über die Jahre stetig angewachsen. Besuchern der EuroBLECH, egal ob sie aus Deutschland oder Übersee kommen, geht es darum, die richtige Fertigungslösung für ihr Unternehmen und ihre Abnehmermärkte zu finden. Keine andere Messe in dieser Branche bietet ein so großes, umfassendes Angebot, das von Hightechprodukten bis hin zu traditionellen Systemen reicht.

Auf den Weltmärkten lassen sich derzeit einige Verschiebungen beobachten, die die Branche betreffen. China holt technologisch weiter auf, es besteht dort aber andererseits in vielen Bereichen noch enormer Importbedarf, zum Beispiel bei der Automationstechnologie. Märkte, die vor einigen Jahren als sehr vielversprechend galten, wie Brasilien und Russland, sind momentan zurückgefallen. Aber es sind auch neue Märkte im Entstehen, zum Beispiel in Südostasien. In Ländern wie Indonesien oder Thailand ergeben sich für die Branche vielversprechende Geschäftsmöglichkeiten.

Kontakt: press@mackbrooks.co.uk

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