Ob Hamburg, Berlin oder München: Die Nachfrage nach Fach- und Führungskräften im Export bleibt auch 2020 rege. Gefragt sind neben Englischkenntnissen und Exportkompetenz vor allem Erfahrungen im Umgang mit Kunden.

Exportmanager können 2020 mit einer erfreulichen Wert­schätzung auf dem Arbeitsmarkt rechnen. Die einschlägigen Stellenportale weisen zahlreiche Angebote aus, und das Gehaltsniveau bietet eine interessante Vergütungsspanne. Vor allem in Süddeutschland, Nordrhein-Westfalen und Hamburg liegt das Durchschnittsgehalt über dem Bundesdurchschnitt.

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Blickt man auf die aktuellen Stellenangebote für Exportmanager, zeigt sich der Arbeitsmarkt vor allem für Exportleiter, Sales Manager und Exportkontrolleure empfänglich. Gefragt sind neben Englischkenntnissen und Exportkompetenz vor allem Erfahrungen im Umgang mit Kunden. Hinzu kommen, je nach Ausrichtung, Kenntnisse der gängigen Büro- und ERP-Software sowie Erfahrungen in Verhandlungsführung, Zollmanagement, Logistik und Vertrieb.

Exportmanager gesucht – vor allem in Hamburg, München, Frankfurt am Main und Berlin

Ob Hamburg, Berlin oder München: Die Nachfrage nach Fach- und Führungskräften im Export bleibt auch 2020 rege. So registrierte das Onlineportal StepStone zu Jahresbeginn 675 Angebote für Exportmanager, von denen 95 aus Hamburg, 59 aus München und jeweils 33 aus Berlin und Frankfurt am Main kamen. Auch Stuttgart (32) und Bremen (24) gehörten zu den Städten mit einer höheren Nachfrage. Das Jobportal Indeed kommt zu einer etwas anderen regionalen Verteilung der 594 registrierten Stellenangebote für Exportmanager: An der Spitze steht München mit 68 Angeboten, gefolgt von Frankfurt am Main (37), Hamburg (34) und Berlin (26).

Unter den Angeboten auf StepStone waren 84 aus Transport & Logistik, 73 aus dem Maschinen- und Anlagenbau, 72 aus Elektrotechnik, Feinmechanik & Optik sowie 67 aus dem Groß- und Einzelhandel. Weitere bedeutende Arbeitgeber waren die Nahrungs- und Genussmittelbranche (38) sowie der Fahrzeugbau mit seinen Zulieferern (37) und die Konsumgüterbranche (34).

Höchste Gehälter in Süddeutschland

Die Durchschnittsgehälter für Exportmanager variieren von Bundesland zu Bundesland erheblich. Während in Bayern und Hessen im Monat 6.288 Euro gezahlt werden, sind es im Nachbarland Thüringen nur 2.946 Euro, stellte das Online­portal Gehaltsvergleich auf der Basis von 4.545 Datensätzen Anfang Januar 2020 fest. Im Bundesdurchschnitt kamen Exportmanager danach auf ein Bruttomonatsgehalt von 5.891 Euro.

Doch die Bandbreite der Gehälter ist teilweise erheblich. So liegt das unterste Quartil (25% der Gehälter liegen unter diesem Wert) in Mecklenburg-Vorpommern bei lediglich 1.733 Euro, während das oberste Quartil (25% der Gehälter liegen über diesem Wert) 9.668 Euro beträgt. Den höchsten Wert für das oberste Quartil erreicht mit 11.637 Euro übrigens das Saarland. Es folgen Bayern, Berlin und Rheinland-Pfalz. Auch Hessen und Baden-Württemberg liegen bei den Spitzengehältern über dem Bundesdurchschnitt.

gunther.schilling@frankfurt-bm.com

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