Mit Blick auf die absoluten Exportzuwächse kamen 34% des zusätzlichen Warenabsatzes im Mai 2019 aus den USA. Die Ausfuhr dorthin stieg um 1,6 Mrd EUR, das waren 19,2% mehr als im Vorjahr.

Die deutschen Exporte konnten im Mai 2019 deutlich zulegen: Gegenüber dem Vormonat lag das Plus bei 1,1%, im Vorjahresvergleich betrug die positive Veränderung 4,5%. Vor allem die Länder außerhalb der EU waren mit einem Zugewinn von 10,4% gegenüber dem Vorjahr Treiber der Auslandsnachfrage. In der Leistungsbilanz hinterließ die positive Entwicklung einen Handelsüberschuss über Vorjahresniveau – Deutschland zeigt sich damit, gemessen am Leistungsbilanzergebnis, weiterhin als Exportweltmeister. Die aktuellen Exporttrends stehen in Kürze bereit.

Ein Drittel des Exportzuwachses ging in die USA

Mit Blick auf die absoluten Exportzuwächse kamen 34% des zusätzlichen Warenabsatzes im Mai 2019 aus den USA. Die Ausfuhr dorthin stieg um 1,6 Mrd EUR, das waren 19,2% mehr als im Vorjahr. Die Daten für die ersten fünf Monate 2019 bestätigen die führende Rolle der USA als Treiber des deutschen Exportzuwachses. Die Käufe in Deutschland stiegen um 3,1 Mrd EUR, das waren 24% des Gesamtzuwachses. Der Exportanstieg Richtung USA erreichte 6,7% gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Der kräftige Zuwachs im Mai deutet allerdings darauf hin, dass die Nachfrage nach deutschen Produkten in den USA wieder an Dynamik gewinnt.

Auch die Nachbarländer beleben deutsche Exporte

Auch wenn der Absatz in den EU-Ländern im Mai nur schwach zulegen konnte, waren die deutschen Exporte in einigen Ländern doch deutlich stärker gefragt. Frankreich, Österreich und das Drittland Schweiz nahmen hohe zusätzliche Exporte ab. In Frankreich betrug der absolute Zuwachs 721 Mio EUR, in Österreich 614 Mio EUR und in der Schweiz 525 Mio EUR. In der Summe übertraf der Exportzuwachs den in den USA. Auch die Zuwachsraten konnten sich sehen lassen: Frankreich +8,6%, Österreich + 11,9% und Schweiz +12,0%. Für die ersten fünf Monate 2019 fallen die Zuwachsraten allerdings deutlich geringer aus.

Britische Inseln dämpfen die Exportzunahme

Weiterhin lastet der Brexit auf den deutschen Exporten in die anderen EU-Staaten. Nach Großbritannien im Mai 7,9% weniger geliefert, das entsprach einem absoluten Minus von 554 Mio EUR gegenüber dem Vorjahr. Auch in Richtung Irland hielt der Abwärtstrend mit einem Minus von 37,3% bzw. 335 Mio EUR an. Noch kräftiger machte sich jedoch der Rückgang der Exporte nach Dänemark bemerkbar. Sie sanken im Mai um 38,3% gegenüber dem Vorjahr, in absoluten Zahlen waren das 965 Mio EUR.

 

 

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